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TUI (Touristikunternehmen)
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Die TUI AG (ursprĂŒnglich fĂŒr Touristik Union International, ehemals Preussag AG) ist ein Touristikkonzern mit rechtlichem Doppelsitz in Berlin und Hannover, die Konzernverwaltung sitzt in Hannover. TUI ist das gröĂte Touristikunternehmen der Weltcite-ref-2[2] mit ReisebĂŒros, Incoming-Agenturen, Hotels, Fluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffen und Reiseveranstaltern. Die TUI AG ging 1997 aus dem 1923 gegrĂŒndeten Mischkonzern Preussag AG hervor und vollzog eine Neuausrichtung zum heutigen weltweit aktiven Touristikkonzern.
Contents
âą Zahlen
âą Geschichte
âą Kennzahlen
âą Konzernstruktur
⹠GeschÀftsfelder
âą Kreuzfahrten
âą TUI Airlines
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Zahlen
Aus dem GeschÀftsbericht 2024 der TUI Group gehen folgende Eckdaten hervor:
âą 20 Millionen GĂ€stecite-ref-3[3]
âą 66.800 Mitarbeiter (Stand: 30. September 2024)
âą 125 Flugzeuge
âą 365 Hotels
âą 18 Hochsee- und 6 Flusskreuzfahrtschiffe mit TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises sowie TUI River Cruises (Stand 11/2025)
Geschichte
Am 1. Dezember 1968 wurde das Unternehmen Touristik Union International GmbH & Co. KG durch TOUROPA, Scharnow-Reisen, Hummel-Reise und Dr.-Tigges-Fahrten gegrĂŒndet. 1970 wurden Airtours und TransEuropa Teil der TUI und der vorher bei der Hapag Lloyd GmbH tĂ€tig gewesene Volkswirt Paul Lepach (* 1925 in Breslau)cite-ref-4[4] wurde Vorstandssprecher. Daraufhin erfolgte die GrĂŒndung von Robinson Club (zusammen mit Steigenberger). Ab 1972 beteiligte sich TUI an diversen Hotelketten (unter anderem 1972 an Iberotel, ab 1977 an RIU, 1981 an Grecotels). Ab 1978 wurde der Sonderzug TUI-FerienExpress eingesetzt.
1990 wurden die Veranstalternamen zu TUI Schöne Ferien vereinheitlicht. 1995 wurden TUI Nederland und TUI Austria gegrĂŒndet, 1996 die schweizerische Imholz Reisen AG ĂŒbernommen und 2006 in TUI Suisse umbenannt. 1997 gehörten 45 % der TUI-Anteile der Hapag-Lloyd AG, 30 % der WestLB und 25 % ĂŒber die Deutsche ReisebĂŒro GmbH (unter anderem mit DER Tour) der Deutschen Bahn AG. 1998 stockte die Hapag-Lloyd, die seit 1997 zu 99,2 % der Preussag gehörte, ihren Anteil an der TUI auf 50,1 % auf. Nach dieser faktischen Ăbernahme durch die Preussag AG wurden die Touristik-Sparten der Konzerne zusammengefĂŒhrt und in die Hapag Touristik Union (HTU) eingegliedert. Zu den weiteren Touristik-Beteiligungen von TUI gehörten 1998: 1-2-Fly, Air Conti Flugreisen, Airtours und die Gebeco mit 51,1 %.
2000 wurde die HTU in TUI Group umbenannt. Im Jahr 2001 ging die TUI Group in die Preussag ĂŒber und wurde 100-prozentige Tochter derselben. 2002 beschloss die Hauptversammlung eine Umbenennung der Preussag AG in TUI AG. Damit begann die groĂ angelegte Umstrukturierung, die das Unternehmen weg von einem Mischkonzern und hin zu einem reinen Touristik- und Logistikkonzern fĂŒhrte. Die WestLB verkaufte 2004 ihren 31,4-prozentigen Anteil an der TUI AG. ZunĂ€chst verĂ€uĂerte die Westdeutsche Landesbank ihre Beteiligung an die Deutsche Bank, die einen Teil ihrer Beteiligung unmittelbar an mehrere spanische Investoren weiterreichte (Familie Riu, Unternehmensgruppe Matutes, Sparkasse Caja de Ahorros del Mediterraneo).
TUI verĂ€uĂerte 2005 ihr unter der 100-prozentigen Beteiligungsgesellschaft VTG AG zusammengefasstes SchienenlogistikgeschĂ€ft an die Compagnie EuropĂ©enne de Wagons. Die LogistikaktivitĂ€ten, die unter dem Dach der Hapag-Lloyd AG gebĂŒndelt sind, wurden 2005 auf das ertragsstarke Wachstumsfeld Schifffahrt konzentriert. Mit der Ăbernahme der kanadischen Containerschifffahrts-Gesellschaft CP Ships gehört die Unternehmensgruppe somit zu den fĂŒnf gröĂten Containerschifffahrtsunternehmen der Welt. Die TUI AG verkaufte 2006 ihre GeschĂ€ftsreisesparte TQ3 Travel Solutions an die niederlĂ€ndische BCD Holdings N.V. und verĂ€uĂerte ihre indirekte 100-prozentige Beteiligung am US-StahlhandelsgeschĂ€ft der PNA Group Inc. an den Finanzinvestor Platinum Equity.
Im MĂ€rz 2007 kĂŒndigte die Konzernleitung an, einen Teil des TourismusgeschĂ€ftes mit dem britischen Unternehmen First Choice Holidays zu fusionieren, indem es in die gemeinsam neu zu grĂŒndende TUI Travel eingebracht wird. Auf diese Weise entstand, bei einem Umsatz von rund 18 Milliarden Euro pro Jahr, die gröĂte Touristikgruppe der Welt. Die TUI AG hĂ€lt an diesem Unternehmen rund 54 %. Sitz der neuen TUI Travel ist GroĂbritannien. Die Hotels, Kreuzfahrtschiffe und die Beteiligung an Hapag-Lloyd verbleiben bei der TUI in Hannover.cite-ref-netzeitung-588150-5-0[5]
Entsprechend einer im September 2009 getroffenen Vereinbarung hat die TUI Travel 8.437.393 neu auszugebende Aktien an der Air Berlin zu einem Preis von Euro 3,97 pro Aktie erworben. Dies entsprach einer Beteiligung an Air Berlin von 9,9 %.
Im Juni 2014 gab die TUI bekannt, mit dem britischen, an der Londoner Börse notierten Touristikunternehmen TUI Travel in Form eines Aktientausches zu fusionieren. Dabei erhielten die AktionĂ€re der TUI Travel je gehaltene Aktie 0,399 Aktien der TUI. TUI Travel entstand 2007 durch die Zusammenlegung der TUI-Touristiksparte mit der First Choice Holidays. Das durch die Fusion ab 2014 neu entstandene Unternehmen behielt plangemÀà seinen Sitz in Hannover und wird ausschlieĂlich an der Londoner Börse notiert. Die deutsche Rechtsform behielt das Unternehmen bei. Da das Unternehmen nicht mehr an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet wurde, wurde die Aktie des Unternehmens aus dem MDAX genommen. Der CEO der TUI Travel, Peter Long, soll bis 2016[veraltet] zusammen mit Friedrich Joussen die TUI als Vorstandsvorsitzender leiten. Daimler-Chef Dieter Zetsche wiederum wurde im Februar 2018 in den Aufsichtsrat gewĂ€hlt und ĂŒbernahm im Mai 2019 die Position von Klaus Mangold als Aufsichtsratsvorsitzender.cite-ref-6[6]cite-ref-sz-2019-7-0[7] Die Fusion wurde 2015 abgeschlossen.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] Am 17. Dezember 2014 startete die Aktie der TUI an der Londoner Börse und wurde gleichzeitig in den FTSE 100 Index aufgenommen; die Notierung im regulierten Markt der Frankfurter Börse wurde zum 31. MĂ€rz 2015 aufgegeben.cite-ref-11[11]
Im Juni 2015 verkaufte TUI ihren Anteil von 50 % an der griechischen Hotelkette Grecotel an die MiteigentĂŒmerfamilie mit der N. Daskalantonakis Group. TUI soll durch den Deal 40 bis 50 Millionen eingenommen haben.cite-ref-tuizahlen-12-0[12] TUI beteiligte sich seit 1981 an der Hotelkette, die ĂŒber 23 Hotelanlagen verfĂŒgt.cite-ref-13[13] Aktuell plant TUI 120 Concept Stores in ganz Europa, welche die klassischen ReisebĂŒros ersetzen sollen.cite-ref-tuizahlen-12-1[12]
WĂ€hrend der Wirtschaftskrise 2020 infolge der COVID-19-Pandemie erhielt das Unternehmen Anfang April 2020 auf Antrag einen KfW-Hilfskredit in Höhe von 1,8 Mrd. Euro. Der Tourismusbetrieb des Unternehmens, wie etwa Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, musste aufgrund weltweiter ReisebeschrĂ€nkungen und Reisewarnungen nahezu komplett heruntergefahren werden.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15] Der Bund stieg ĂŒber eine Stille Einlage und Optionsanleihen bei TUI ein.cite-ref-16[16] Am 13. Mai 2020 wurde bekannt, dass das Unternehmen aufgrund seiner UmsatzeinbuĂen in Folge der Lockdownpolitik weltweit etwa 8000 Stellen abbauen mĂŒsse.cite-ref-17[17] Mitte August 2020 einigte man sich mit der Bundesregierung auf ein Stabilisierungspaket, welches eine (weitere) KfW-Kreditlinie in Höhe von 1,05 Mrd. Euro und die Ausgabe einer Wandelanleihe an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) im Volumen von 150 Mio. Euro beinhaltete.cite-ref-18[18] Im Mai 2021 wurde bekanntgegeben, dass TUI ihre Beteiligung an der Riu-Hotels an die Familie Riu verkauft.cite-ref-19[19]
Im Dezember 2022 verkĂŒndete das Unternehmen alle verbliebenen UnterstĂŒtzungen bis zum Ende des Jahres 2023 zurĂŒckzahlen zu wollen und dazu auch eine Kapitalerhöhung durchfĂŒhren zu wollen.cite-ref-20[20] Diese wurden auch durchgefĂŒhrt. TUI hat alle Staatshilfen aus der Corona-Krise zurĂŒckgezahlt.cite-ref-21[21]
| Zeitraum | Vorstandsvorsitz (CEO) | Zeitraum | Aufsichtsratsvorsitz (Chair) |
|---|---|---|---|
| 2022- | Sebastian Ebel | 2019â | Dieter Zetsche [ 7 ] |
| 2013â2022 | Friedrich Joussen | 2011â2019 | Klaus Mangold [ 22 ] |
| 2014â2016 | Peter Long (Co-CEO) [ 23 ] | 2009â2011 | Dietmar Kuhnt [ 22 ] |
| | | 2004â2009 | JĂŒrgen Krumnow [ 24 ] |
Umstrukturierungen
Von der Preussag zur TUI
An dem Konzernumbau der ehemaligen Preussag zur TUI schieden sich schon vor der FusionsankĂŒndigung die Geister. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger bezeichnete in ihrem Schwarzbuch Börse 2006 den Umbau als âeine der gröĂten Wertvernichtungsaktionen der deutschen Unternehmensgeschichteâ.cite-ref-manager-25-0[25] Die Ăbernahme von CP Ships sei âvöllig ĂŒberteuertâ gewesen und die ProfitabilitĂ€t des Gesamtkonzerns immer schlechter geworden.cite-ref-manager-25-1[25] Die Schulden seien âins Unermesslicheâ gestiegen.cite-ref-manager-25-2[25] Eine Studie von Ăkonomen der UniversitĂ€ten Mannheim und Rotterdam errechnete einen Verlust fĂŒr die Anleger durch den Konzernumbau von bis zu acht Milliarden Euro, da âman in eine Branche investiert hat, die man nicht verstandâ und âzu viel fĂŒr Unternehmen gezahlt [hat], deren Wert man nicht steigern konnteâ.cite-ref-hb-26-0[26]
Ausstieg bei der Hapag-Lloyd AG
Die TUI gab im MĂ€rz 2008 bekannt, dass sie sich von der Reederei Hapag-Lloyd trennen wolle, um sich zukĂŒnftig ganz auf das ReisegeschĂ€ft zu konzentrieren. Nicht verĂ€uĂert werden sollte dagegen das Unternehmen Hapag-Lloyd Cruises. Zum 1. Januar 2009 gingen dann 61,6 Prozent von Hapag-Lloyd fĂŒr rund 4,4 Milliarden Euro an das Konsortium Albert Ballin.cite-ref-27[27] Dabei handelte es sich um einen 2008 gegrĂŒndeten Zusammenschluss von insgesamt sechs Hamburger Investoren (darunter die Stadt Hamburg selbst als gröĂter Anteilseigner sowie Klaus-Michael KĂŒhne). 2012 kaufte das Konsortium weitere 16,4 Prozent und zahlte der TUI dafĂŒr rund 600 Millionen Euro. Die Beteiligung von der TUI an Hapag-Lloyd reduzierte sich damit auf 22 Prozent.cite-ref-28[28] Bis Mitte 2017 verĂ€uĂerte die TUI schlieĂlich die verbliebenen Anteile fĂŒr etwa 400 Millionen Euro und stieg damit komplett bei Hapag-Lloyd aus.cite-ref-29[29]
Siehe auch
:
Verkauf der Hapag-Lloyd durch TUI
Börse und AktionÀre
Die Aktien des Unternehmens notieren an der Börse Frankfurt sowie der Börse Hannover.cite-ref-30[30] Die Notierung an der London Stock Exchange wurde nach einem entsprechenden AktionÀrsbeschluss vom 13. Februar 2024 beendet.cite-ref-31[31]
Im FrĂŒhjahr 2007 ist der norwegische GroĂreeder und Finanzinvestor John Fredriksen mit 15,01 % bei TUI eingestiegen. Auf der TUI Hauptversammlung im Mai 2008 forderte Fredriksen eine Aufsplittung des Konzerns und eine Entlassung des TUI Chefs Michael Frenzel.cite-ref-32[32] Fredriksen forderte zur Hauptversammlung am 13. Mai 2009 eine Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden JĂŒrgen Krumnow, um dann selbst in den Aufsichtsrat einzuziehen.cite-ref-hb-3153358-33-0[33] Diese Versuche blieben jedoch erfolglos. Am 28. Februar 2014 hat die Monteray Enterprises Ltd. (John Fredriksen) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der TUI am 24. Februar 2014 die Schwellen von 3 % unterschritten hat.cite-ref-34[34]
Anfang 2008 ist der russische Oligarch Alexei Mordaschow bei TUI eingestiegen. Bis Juli 2008 hatte er seinen Anteil auf 15,03 % und im MĂ€rz 2012 auf 25,29 % erhöht, spĂ€ter auf 34 %.cite-ref-35[35] Er war damit der gröĂte EinzelaktionĂ€r.cite-ref-36[36]cite-ref-37[37] Alexei Mordashov steht seit dem 28. Februar 2022 auf der EU-Sanktionsliste und ĂŒbertrug laut einer entsprechenden Stimmrechtsmitteilung an diesem Tag die Kontrolle ĂŒber den gröĂten Teil seiner indirekt gehaltenen Anteile an die von Marina Mordashowa kontrollierte Firma Ondero Limited mit Sitz auf den Virgin Islands. Aufgrund eines PrĂŒfverfahrens des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz hinsichtlich der Ăbertragung der Anteile auf die Ondero Limited ist die Ăbertragung schwebend unwirksam.cite-ref-38[38] Die Beteiligung an der TUI AG wird deshalb weiterhin (indirekt) von Alexei Mordashow gehalten. Durch die Kapitalerhöhung im FrĂŒhjahr 2023, an der Alexei Mordashow aufgrund seiner Sanktionierung nicht teilnehmen durftecite-ref-39[39], hat sich seine Beteiligung mittlerweile erheblich verringert. GemÀà den Stimmrechtsmitteilungen der Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungsaufsicht vom 16. Mai 2023 sind Alexei Mordashow seit dem 19. April 2023 indirekt 10,87 % Anteile an der TUI AG zuzuordnen, wĂ€hrend Marina Mordashowa 0 % an der TUI AG hĂ€lt.cite-ref-40[40]
| Anteilseigner | Anteil |
|---|---|
| Institutionelle Anleger | 51,9 % |
| Alexei Mordaschow | 10,9 % |
| Private Anleger | 36,1 % |
| RIU S.A. (Familie Riu GĂŒell) | 1,1 % |
Kennzahlen
Die Unternehmenskennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:cite-ref-41[41]
| Jahr | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. Euro) | 18.535 | 19.523 | 18.928 | 0 7.944 | 0 4.732 | 16.555 | 20.666 | 23.167 |
| Ergebnis nach Steuern (in Mio. Euro) | 00 730 | 00 694 | 00 394 | â3.010 | â2.229 | 0 â247 | 00 144 | 00 489,7 |
| Dividende je Aktie (in Euro) | 00 1,83 | 00 2,03 | 00 1,52 | 00 0,00 | 00 0,00 | 00 0,00 | 00 0,00 | 00 0,00 |
| Bilanzsumme (in Mio. Euro) | 14.508 | 15.906 | 16.561 | 15.749 | 14.501 | 15.642 | 16.518 | 17.809 |
| Anzahl Mitarbeiter | 66.577 | 69.546 | 71.473 | 48.330 | 50.584 | 61.091 | 65.413 | 66.845 |
Konzernstruktur
GeschÀftsfelder
| TUI Hotels & Resorts | Kreuzfahrten | TUI Airlines | Vertrieb & Marketing | TUI Destination Services |
|---|---|---|---|---|
| Kernmarken: TUI Blue Robinson Club TUI Magic Life RIU TUI Suneo Sowie weitere Hotelmarken und Joint Venture, wie Blue Diamond, Atlantica, Grupotel und mehr. | Reedereien: TUI Cruises Hapag-Lloyd Cruises Marella Cruises TUI River Cruises UK | Fluggesellschaften: TUIfly TUI Airways TUIfly Nordic TUI Airlines Belgium TUI Airlines Nederland | Reiseveranstalter, aufgeteilt in die MĂ€rkte: Nord Zentral West | Incoming-Agenturen in den fĂŒr die TUI AG touristisch bedeutenden LĂ€ndern. |
TUI Hotels & Resorts
Im GeschĂ€ftsjahr 2024 verfĂŒgte die TUI Group im Segment Hotels & Resorts ĂŒber mehr als 400 Hotels und Resortscite-ref-42[42]. Mit 322 HĂ€usern gehört die Mehrzahl zu den Vier- oder FĂŒnf-Sterne-Hotels. 53 % wurden im Rahmen von ManagementvertrĂ€gen betrieben, 38 % befanden sich im Eigentum der jeweiligen Hotelgesellschaft, 8 % waren gepachtet und 1 % der Anlagen wurde ĂŒber Franchisevereinbarungen gefĂŒhrt. DarĂŒber hinaus wurden per 30. September 2022 65 Hotels von Dritthoteliers im Rahmen der internationalen TUI Konzeptmarken betrieben, sodass sich die Gesamtzahl inklusive der Hotels von Drittanbietern auf 418 belief.cite-ref-gb2018-19-43-0[43]
Kreuzfahrten
Insgesamt gehören ĂŒber TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises sowie der TUI River Cruises UK 18 Hochsee- und 6 Flusskreuzfahrtschiffe zur TUI AG:
âą TUI Cruises ist ein Joint Venture mit der Royal Caribbean Cruises. Die Flotte umfasst derzeit acht Schiffe mit dem Namen Mein Schiff 1 bis 7 sowie die Mein Schiff Relax.cite-ref-0-44-0[44]
âą Die Hapag-Lloyd Cruises ist im deutschsprachigen Raum fĂŒr Luxus- und Expeditionskreuzfahrten zustĂ€ndig. Die Marke wurde im Jahr 2020 an TUI Cruises ĂŒbertragen.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46] Mit der MS Europa und der MS Europa 2 bietet der Konzern Luxuskreuzfahrten an, die beiden Schiffe wurden vom Berlitz Cruise Guide als einzige Kreuzfahrtschiffe weltweit mit der 5-Sterne-Plus Kategorie ausgezeichnet. Die Expeditionsklasse umfasst die Schiffe HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit.cite-ref-47[47]
TUI Airlines
Die TUI ist EigentĂŒmerin mehrerer Fluggesellschaften. Diese wurden frĂŒher unter der Dachmarke TUI fly zusammengefasst. Seit im Januar 2007 die beiden TUI-Tochtergesellschaften Hapag-Lloyd Flug (Hapagfly) und Hapag-Lloyd Express (HLX) in einer neuen Airline mit ebendiesem Markennamen TUI fly aufgegangen sind, fasst die TUI ihre Fluggesellschaften nun unter dem Begriff TUI Airlines zusammen. Sie werden vom TUI Airline Management verwaltet. Neben der deutschen Airline TUI fly betreibt die TUI in Belgien die TUI Airlines Belgium und in den Niederlanden die TUI Airlines Nederland, dazu kommen in GroĂbritannien TUI Airways und in Schweden TUI fly Nordic. Die Anteile in Frankreich an der Corsair wurden 2020 vollstĂ€ndig verkauft.cite-ref-49[49]
Vertrieb und Marketing
Reiseveranstalter in der TUI
In Mitteleuropa hat die TUI mehrere Reisegesellschaften und Marken, in Deutschland die TUI Deutschland GmbH, Airtours, Gebeco, LâTUR, OFT-Reisen, Dr. Tigges ĂŒber Gebeco, Touropa und andere. In Ăsterreich sind dies Gulet Touristik und TUI Austria. Dazu kommen noch TUI Poland in Polen (mit den Marken TUI und Scan Holiday) und TUI Suisse in der Schweiz mit den Marken TUI und Airtours. Die hauptsĂ€chlich im Direktverkauf tĂ€tige Marke Vögele Reisen wurde rĂŒckwirkend per 1. Januar 2013 von TUI Suisse an Twerenbold Reisen verkauft, die Reisen bis Ende Oktober 2013 wurden jedoch noch von TUI Suisse durchgefĂŒhrt.
Berge & Meer und Boomerang Reisen sowie Atraveo wurden 2019 an die Beteiligungsgesellschaft GENUI verkauft.cite-ref-50[50]
Ende 2019 wurden der Ferienhausanbieter Wolters Reisen GmbH sowie der Rundreisenspezialist Wolters Rundreisen GmbH, wovon die TUI Group ĂŒber eine Beteiligungsgesellschaft 100 % der Anteile besaĂ, an das Frankfurter Unternehmen e-domizil verkauft.cite-ref-11-51-0[51]cite-ref-52[52]
In Nordeuropa ist die TUI in DĂ€nemark mit Sportsrejser, StarTour und TEMA vertreten, in Finnland mit Finnmatkat und TEMA sowie in GroĂbritannien mit Specialists Holidays Group, Thomson und TUI UK. In Norwegen betreibt sie Sportreiser, StarTour und TEMA, und in Schweden Fritidsresor, Sportresor, TEMA und TUI Nordic.
In Westeuropa betreibt die TUI in Frankreich: Nouvelles FrontiĂšres, TUI France, JV und Touraventure, in Belgien Jetair und TUI Belgium, und in den Niederlanden Arke, De Boer & Wendel, Discovery, Group & Incentive Travel, Holland International, Isropa Reizen, KRAS Reizen, Panta Reizen, TUI Nederland und Zeetours Cruises.
AuĂerdem gibt es noch TUI China.
AktivitÀten in Russland und Ukraine
Die TUI Travel und die S-Group Travel Holding des russischen AktionĂ€rs Mordaschow erklĂ€rten am 16. April 2009 die GrĂŒndung eines Joint Ventures in Russland mit Investitionen von 30 Mio. Euro zum Aufbau von TourismusaktivitĂ€ten in Russland und der Ukraine. Es sollen die Reiseveranstalter VKO Group und Mostravel in Russland und Voyage Kiev in der Ukraine ĂŒbernommen werden, die ĂŒber 160 ReisebĂŒros und ĂŒber eine halbe Million Kunden haben.cite-ref-53[53] Im MĂ€rz 2010 wurde folglich die Dachmarke in Russland und der Ukraine eingefĂŒhrt.
Im MĂ€rz 2022 hat die TUI AG die Markennutzungsvereinbarung mit TUI Russia gekĂŒndigt; TUI Russia ist keine Gesellschaft der TUI Group mehr. Die letzten Anteile am Unternehmen TUI Russia wurden 2021 verkauft.cite-ref-54[54]
Ăberblick ĂŒber die Konzernstrukturcite-ref-gb2018-19-43-1[43]
| Urlaubserlebnisse | MĂ€rkte & Airlines | Alle ĂŒbrigen Segmente |
|---|---|---|
| Hotels & Resorts | Region Nord | Alle ĂŒbrigen Segmente |
| Kreuzfahrten | Region Zentral | Alle ĂŒbrigen Segmente |
| TUI Musement | Region West | Alle ĂŒbrigen Segmente |
Literatur
âą Bernhard Stier, Johannes Laufer, Susanne Wiborg, Klaus Wiborg, Christopher Kopper: Von der Preussag zur TUI. Wege und Wandlungen eines Unternehmens 1923â2003, hrsg. von der TUI-Stiftung, Essen: Klartext-Verlag, 2005, ISBN 978-3-89861-414-6 und ISBN 3-89861-414-X; Inhaltsverzeichnis
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: TUI Group
â Sammlung von Bildern und Videos
âą Offizielle Website
âą FrĂŒhe Dokumente und Zeitungsartikel zur Preussag AG in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
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cite-note-11-5151. â TUI Group verĂ€uĂert deutschen Ferienhausanbieter Wolters Reisen. Abgerufen am 6. Februar 2021.
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cite-note-5353. â âTUI greift auf russischem Reisemarkt anâ pr-inside.com
cite-note-5454. â TUI kĂŒndigt Vertrag: Markenname TUI darf von TUI Russia nicht mehr genutzt werden. Abgerufen am 7. Juni 2022.